Van Volxem

Weingut Van Volxem
Weingut Van Volxem

Weine von der Saar – große Lagen, große Gewächse. Dafür stehen das Weingut Van Volxem und Roman Niewodniczanski in Wiltingen. Zugleich für umweltschonenden Steil- und Steilstlagenweinbau, möglichst alles agrar- und klimaschonend. Immer verknüpft mit dem Naturweingedanken. Für den Winzer heißt das: Rückbesinnen auf handwerkliche Traditionen, Respekt vor der Einzigartigkeit der Steillagen, nicht zu vergessen „der burgundische Gedanke“, wie schon zu Kaiserzeiten an Mosel und Saar. Der „Clos“ und der „Terroirs“. Diesem Erbe fühlen sich alle auf dem Gut Van Volxem verpflichtet.

Es gehört zu den ältesten Gütern an der Saar. Es bleibt aber nicht immer über die Jahrhunderte dem Wein zugetan. Dafür sorgt seine wechselhafte Geschichte und Entwicklung. Seine Rieslinglagen werden allerdings seit Generationen geschätzt und gehören mit zu den begehrtesten und auch teuersten. Die im Lauf der Jahre auf aktuell über 90 Hektar angewachsenen Rebflächen mit Devonschiefer durchzogen, die rund 400.000 Flaschen Wein Jahr für Jahr ergeben. Im Durchschnitt beträgt der Ertrag 41 Hektoliter je Hektar. Bei den hochwertigen Weinen reduziert sich dieser aber schon mal auf unter 35 Hektoliter pro Hektar. Zu den besten Lagen des Guts gehören „Gottesfuß”, „Kupp” und „Braunfels”, „Kanzerner Altenberg” und „Goldberg”. Zu den Besonderheiten zählen 130 Jahre alte und wurzelechte Riesling-Reben im Gottesfuß. Das durchschnittliche Rebenalter liegt bei zirka 35 Jahren. Die Lagen sind hauptsächlich mit Riesling sowie der Rest mit Weißburgunder bestockt.

Über vier Generationen wird das ehemalige Klostergut von der Familie Van Volxem betrieben. 1993 übernimmt es Peter Jordan und nennt es fortan „Jordan & Jordan“. Sechs Jahre später, 1999, erwirbt das Gut Roman Niewodniczanski. Er entspringt der „Bitburger“-Dynastie. Mit seinem Kauf und seiner Übernahme des einstigen Klosterguts zieht ab 2000 auch der alte Name wieder mit ein: Weingut Van Volxem. Und es wird um die exzellenten Große Gewächs-Lagen wie „Altenberg”, „Bockstein” und „Goldberg” vergrößert.

Der studierte Wirtschaftsgeograf und Betriebswirt rekultiviert mit großem Aufwand und damit verbundenen Finanzmitteln einige der wertvollsten Lagen an der Saar. Große Investitionen fließen aber nicht nur in Weinberge und zusätzliche Parzellen. Auch das Gebäude und der Keller erhalten eine Auffrischung mit Blick auf Tradition und Herkunft. Das Motto: „Innovation und anspruchsvolle Technik für eine nachhaltige Zukunft.“ Der umweltschonende Weinbau wird ganz konsequent hochgehalten. Mit dem Verzicht auf Insektizide und auf synthetischen Dünger. Das Vergären, spontan mit weinbergseigenen Hefen, erfolgt in Holzfässern, in denen die Weine danach auch, teils über viele Monate, auf der Feinhefe ausgebaut werden. Die Van Volxem-Weine werden zum Großteil getrennt nach Lagen vinifiziert, hauptsächlich trocken ausgebaut, aber auch als fruchtsüße Prädikatsweine präsentiert.

„Mir war immer klar“, so Niewodniczanski, „dass es an der Saar nur einen Weg ans Ziel gibt: höchste Qualitätsansprüche, Präzision und Perfektion. Neben besten Schieferlagen, die wir in den Jahren dazugewinnen konnten, haben wir jetzt die perfekte Wirkungsstätte für unsere Vision. Das motiviert meine Mitarbeiter und mich sehr.“ Mit der hoch über der Saar gelegenen neuen Manufaktur auf dem Wiltinger Schlossberg bringt er und seine Mannschaft nach seinen Worten „unsere Werte ‘Exzellenz & Präzision’ nicht nur im Wein zum Ausdruck, sondern auch in ‘Architektur & Design’“.

Das Weingut ist Mitglied beim VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter), im „Meisterkreis Deutschland“ sowie bei „Slow Food Deutschland“.

Copyright, ab 2021: Deutsche Weine & Das Rechtschreib- und Korrekturbüro Die Anti-Fehlerteufel – Autor: Werner Herkert