Klaus-Peter Keller

Weingut Keller

Flörsheim-Dalsheim, das rheinhessische Örtchen in der Verbandsgemeinde Monsheim mit seinen rund 3.000 Einwohner*innen, hat genussversprechende, namhafte Aushängeschilder: Klaus Peter Keller, dessen Weingut, dessen Weine. Unter seiner Regie und Leitung hat das Familienweingut aus Rheinland-Pfalz weltweites Renommee erlangt. „Geniale Weine“, so das Lob aus vielen Ecken und Winkeln der nationalen und internationalen Szene für die edlen, vergorenen Traubensäfte. Fachjournalist*innen wie Weinliebhaber*innen sind sich einig: „Deutsche Weltklasseweine … Vorbild aller großen Terroirweine der Welt.“ Gibt es einen ehrenhafteren, größeren, ruhmreicheren Ritterschlag in einem Winzerleben? Die Antwort liegt auf der Hand.

Doch Klaus Peter Kellers Sicht auf sich und alles um ihn herum ist trotz allen Lobs, Ehren und Prämierungen eine sehr, sehr bodenständige: „Die Natur ist nun mal unser Boss und wir können nur ernten und verarbeiten, was die Reben im Weinberg uns liefern.“ Und er weiß die Hilfe seiner Frau Julia wie die seiner Söhne Felix und Max zu schätzen. Denn ihre Hilfen machen einen kleinen, wahren Familienbetrieb, dank der Zusammenarbeit von drei Generation und dessen Team unter einem Firmendach, aus. Machen Hoffnung auf die Zukunft. Auf eine weiterhin große Zukunft in der elften Familiengeneration: das Halten an der Spitze der große (Riesling-)Weine der Welt.“ Bodengeprägte Charakterweine mit Energie, Eleganz und Raffinesse. Und ein Ziel steht für den Mann an der Spitze der Weinmacher unserer Republik auch noch oben an: „Die nächste Generation gut in den Betrieb zu integrieren.“

Der Ursprung des Guts geht auf das Jahr 1789 zurück. Johann Leonard Keller emigrierte aufgrund der Unruhen der Französischen Revolution aus der Schweiz und lässt sich in Dalsheim nieder. Landwirtschaft und Weinbau sind schon damals sein Broterwerb. Klaus Peter Keller übernimmt den Betrieb aus den Händen seines Vaters Klaus und macht ihn zu dem, was er heute ist: ein Spitzenweingut mit Weltruf.

Leidenschaft für und Liebe zum Wein sowie die perfekte Handwerkskunst sind für die Erfolge die Ausgangspunkte. Mit den Zugaben Feingefühl, Intuition, Neugierde und Wissensdurst erklimmen die Kellers die Stufen des Wein-Olymps. Plus die Gewissheit Jahr für Jahr: „Eine geringe Erntemenge ist einer der Gründe für die ausgezeichnete Qualität des neuen Jahrgangs in ganz Deutschland.“ Die Nachfrage nach seinen Spitzenweinen ist riesig. Wir von „Deutsche Weine“ können das bestätigen. Auch, da die Keller-Fangemeinde mit dem Ruhm wächst und wächst.

Die Kellers beackern rund 18 Hektar. Neben der hohen Qualität ist der Umstand, dass sie sich nie einem übermäßigen Expansionsdrang hingegeben haben wohl der zweite Grund dafür, dass eine Jahrgansverkostung schon seit langem daran scheitert, dass so gut wie alle Weine schon vor der Füllung ausverkauft sind und zugeteilt werden müssen. Die Produktion beträgt rund 100.000 Flaschen Wein im Jahr. Der Ertragsdurchschnitt: 45 bis 54 Hektoliter pro Hektar, je nach Ausbau und Lage. Zu den Lagen gehören unter anderem der „Dalsheimer Hubacker“, „Westhofen Kirchspiel“, „Nierstein Hipping“ und „Westhofen Brunnenhäuschen“, woraus der Abts-E (ehemals Abtserde, die Lagenbezeichnung darf nicht mehr verwendet werden) gelesen wird. Eine Besonderheit ist der Wein aus der Mosellage „Piesport Schubertslay“. Der Wunsch, das Ziel der Familie: „Den Geschmack des einzelnen Weinbergs in die Flasche bringen.“ Als „VDP“-Mitglied gilt für sie die Weingutsphilosophie: „Wir sind glücklich – aber nie zufrieden! … Wir sind sehr offen für alles, was sich verbessern lässt. Wenn es Sinn ergibt, halten wir natürlich auch an Traditionen fest.“

In den Weingärten und im Keller wird nach rigorosen Qualitätskriterien gearbeitet. Höchstes Augenmerk wird auf gesundes und reifes Traubengut durch selektive Handlese gelegt, mit dem Ziel lagentypischer vom Kalkstein geprägter Spitzenweine. Die Moste werden mit Naturhefen bei niedrigen Temperaturen vergoren. Die Gärung dauert zumindest acht bis zehn Wochen, bei edelsüßen Weinen bis zu einem halben Jahr. Die Weine werden in Edelstahl oder im Holzfass ausgebaut. Von den Spitzenlagen werden Große Gewächse produziert.

Unsere besondere Empfehlung: Die trockenen Rieslinge. Leider, aus der Sicht der Kund*innen, sind sie allerdings immer sehr schnell vergriffen.

Das Weingut ist Mitglied im VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter) und bei „Message in a bottle“.

Copyright, ab 2021: Deutsche Weine & Das Rechtschreib- und Korrekturbüro Die Anti-Fehlerteufel – Autor: Werner Herkert