Forstmeister Geltz-Zilliken

Weingut Forstmeister Geltz Zilliken
Weingut Forstmeister Geltz Zilliken
Weingut Forstmeister Geltz Zilliken

Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) und dessen inzwischen rund 200 Mitglieder stehen für Meisterklasse, für vorbildlichen Weinbau, für vorzüglichen Weingenuss, für edle, reine Naturweine der obersten Güte. Ferdinand Geltz gehört zu seinen Gründervätern. Um genau zu sein, zu denen, die 1908 in Trier die Vorgängervereinigung „Der große Ring“ aus der Taufe heben, aus dem später der „VDP.Mosel-Saar-Ruwer” hervorgeht.  Ihre tiefe Verbindung seit Gründertagen: ihre Liebe zum Naturwein. Von Beginn an das Leitmotiv der VDP-Weingüter.

Ferdinand Geltz, Forstmeister des Königs von Preußen, ist Dorothee Zillikens Ur-Urgroßvater. Sie leitet in der elften Generation das Familienweingut Forstmeister Geltz-Zilliken nach ihrem Vater Hanno Zilliken. Es besteht seit über 270 Jahren und es steht für „den Weinbau an der Saar“, für die Weinstadt Saarburg, deren Region, das Anbaugebiet Mosel. Der 280. Geburtstag des Weinguts wird kommendes Jahr gefeiert: 2022.

Für die Gutsbesitzerin ist das Weinmachen etwas ganz Individuelles zwischen Tradition und Innovation: „sensibel, sinnlich, handwerklich.“ Auch immer die unterschiedlichen klimatischen Situationen beachtend. Wie schon ihre großen Vorbilder Hans-Joachim Zilliken und Egon Müller. Zudem gilt für sie, Neuerungen immer offen gegenüber zu stehen. So entsteht Qualität. Ein Beleg dafür: 2017 werden ihr Vater, zugleich Kellermeister, und Dorothee Zilliken seitens „Gault&Millau“ als „Winzer des Jahres“ ausgezeichnet.  Dieser unterstützt sie bis heute, neben Mutter Ruth, Ehemann Philipp und ihren Mitarbeitern*innen.

Als Garanten des Erfolgs und der Güte für ihre trockenen, fruchtigen und edelsüßen Weine hoher Qualität stehen für die Familie „hohe fachliche Kenntnisse in Kombination mit Freude und Engagement“ plus eine sehr lange Erfahrung.

An den Steillagen des Guts wächst ausschließlich Riesling an meist über 30 Jahre alten Reben auf zirka 13 Hektar. Nach den Worten der Chefin „nach zeitgemäßen und qualitätsorientierten Maßstäben kultiviert“. Ihren Riesling füllt die Winzerin mit ihren Helfer*innen in Fuderfässer ab, in denen er vergoren und bis zur Perfektion ausgebaut wird. Der Durchschnittsertrag liegt bei 50 Hektoliter pro Hektar. Das Ergebnis: rund 80.000 Flaschen Wein pro Jahr. Die besten Lagen heißen „Saarburg Rausch” und „Ockfener Bockstein”. Alle mit Devonschiefer und Diabas durchzogen.

Übrigens: Fuder ist ein uraltes Mengen- und Volumenmaß, zugleich ein moseltypisches Eichenholzfass. Überwiegend für den Weißwein und dessen Spontangärung eingesetzt und eingeführt von Mönchen vor Jahrhunderten. In die ganz alten Fuderfässer der geschichtsträchtigen Weinkeller passen zwischen 900 und 1.500 Liter Wein. Die meisten neuen Fässer werden in ihrer traditionellen runden Bauweise jedoch auf das einheitliche und beliebte 1.000 Liter-Maß gefertigt.

Doch zurück zum traditionsreichen Weingut Forstmeister Geltz-Zilliken: Dessen zweistöckiger Keller in bis zu neun Metern Tiefe zeichnet sich durch seine konstanten elf Grad Celsius und annähernd seine bis zu 95 Prozent Luftfeuchtigkeit aus. Optimale Bedingungen für das langsame Ausreifen des Rieslings in seinen traditionellen Eichenholzfässern, den „Moselfudern“. Wie auch für die flaschenvergorene Riesling-Sekte. Dorothee Zilliken nennt ihren Keller darum sehr gern „unsere Schatzkammer“. Für sie und alle „weißen, edlen Produkte“ ihres Guts gilt: „Unsere Rieslinge sollen elegant, filigran sowie ausdrucksstark sein und Trinkfreude vermitteln.“

Das Weingut ist Mitglied im VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter) und bei der Winzervereinigung „Pro Riesling“.

Copyright, ab 2021: Deutsche Weine & Das Rechtschreib- und Korrekturbüro Die Anti-Fehlerteufel – Autor: Werner Herkert