Emrich-Schönleber

Weingut Emrich-Schönleber
Weingut Emrich-Schönleber
Weingut Emrich-Schönleber

Monzingen an der Nahe ist die Heimat des Weinguts Emrich-Schönleber. Und das Gut ist die Heimat wahrer Weltklasseweine. Böden mit unterschiedlichen Schieferarten und darüber hinaus durchzogen mit Quarzit bilden die perfekte Basis für alte und jüngere Rebstöcke, deren Trauben die Herzen der Weinmacher Schönleber höher schlagen und sie jährlich rund 140.000 Flaschen Wein produzieren lassen.

Stolz sind viele Monzinger auf die überaus lobenden Notizen aus der Feder von Johann Wolfgang von Goethe, der dem „Monzinger Wein“ sehr zugetan war. Eingekehrt muss dieser im 18. Jahrhundert bei der Familie Emrich sein, die damals den Wein schon an- und ausbauen. Der Doppelname geht auf das Konto von Wilhelm Schönleber, der auf zwei Hektar in den 1960er-Jahren den Grundstock für das heutige Familiengut Emrich-Schönleber legt. In seine Fußstapfen tritt in den 90er-Jahren Werner Schönleber. Dank ihm, dem Sohn, katapultieren sich ihre Weine in neue Dimensionen. Die Aufnahme 1994 in den Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) ist nur eine der Folgen. Gemeinsam mit Frank, dem jetzigen Gutsbesitzer, verteidigen Vater und Sohn Jahr für Jahr ihre Topposition. Hinter den zwei starken Winzern stehen zwei starke Fachfrauen: Hanne und Schwiegertochter Anja Schönleber.

Frank Schönleber, Diplom-Ingenieur Weinbau und Önologe (Önologie: Studium der Kellerwirtschaft), seine Familie und das gesamte Team leben drei Grundsätze. Der Erste: „Schönleber-Wein und Trinkspaß gehören zusammen.“ Es folgt: „Schönleber-Wein ist ehrlich und authentisch.“ Der dritte Grundsatz: „Schönleber-Lagenwein hat stets einen markanten Charakter. Nur ‘gute’ Weine sind uns zu wenig.“ All das gilt vom Pflanzen der Reben über die Arbeitsschritte bis zur Lese und darüber hinaus. Schönleber: „Im Keller setzt sich diese Denkweise fort.“ Die Entstehungsgeschichte der Weine, so der Kellermeister, „variiert von Fass zu Fass, von Tank zu Tank“.

Die besten Lagen der von zwei auf heute 20 Hektar gewachsenen Rebfläche heißen „Monzinger Halenberg” und „Monzinger Frühlingsplätzchen”. Der Durchschnittsertrag des Guts liegt bei rund 52 Hektoliter je Hektar. Die Weinberge sind zu 86 Prozent mit Riesling bestockt. Grau- und Weißburgunder dürfen an der Nahe nicht fehlen. Plus zwei Prozent Müller-Thurgau. Beim Ausbau des Weins wird möglichst wenig Einfluss auf sein eigenes Entfalten genommen Die Trauben werden spät, selektiv gelesen, schonend, „geradezu detailversessen“ verarbeitet und danach langsam vergoren.

Der junge Gutsbesitzer, dessen Lieblingsrebsorte der Riesling ist und bleibt, freut sich: „Mittlerweile ist es uns gelungen, uns ganz nach vorne zu arbeiten. Die einschlägigen Weinführer Deutschlands sind sich einig: Prädikat ‘Weltklasse’.“ Die Krönungen im Einzelnen – jeweils mit fünf von fünf Sternen, wohlbemerkt: „Eichelmann“, „Der Feinschmecker“, „Gault&Millau“, „Vinum“, und bei „Wein-Plus.de“ heißt es „W+++“. Übersetzt: „Weltklasse“.

„Eine große Tradition an der Nahe“, so Schönleber, „haben die fruchtsüßen Spätlesen.“ Er eifert seinem großen Vorbild und dem, was dieses in rund 20 Jahren aufbaute, seinem Vater Werner, nach. Gemeinsam schaffen sie Großes: große Gewächse, große Weine in extremen Steillagen auf historischen Böden. Und ihr Ziel? „Jedes Jahr noch ein bisschen besser werden.“ Sehen wir darum alle gespannt dem nächsten Jahrgang entgegen und genießen wir jetzt und heute die erlesenen Tropfen aus dem Haus Emrich-Schönleber.

Das Weingut ist Mitglied beim VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter).

Copyright, ab 2021: Deutsche Weine & Das Rechtschreib- und Korrekturbüro Die Anti-Fehlerteufel – Autor: Werner Herkert