Bernhard Huber

Julian Huber hält, gemeinsam mit seiner tatkräftigen Mutter Barbara, das Vermächtnis an seinen 2014 verstorbenen Vater und Lehrmeister hoch. Ihr namhaftes Weingut Bernhard Huber steht für Spitzen-Spätburgunder und Spitzen-Chardonnay. Weit, weit über ihre Heimat Baden hinaus. Selbst bis Burgund. Gefolgt von erlesenem Weiß- und Grauburgunder. Was an den Huberschen Rebstöcken in Malterdingen, Hecklingen und Bombach seit über 30 Jahren gedeiht und reift, erfreut Geschmacksknospen und Gaumen von wahren Genießern, Liebhabern und Fachleuten verschiedenster Generationen, Nationen und Geschlechter. „Weniger ist mehr“, Julian Hubers Leitspruch. Er trägt, ganz im Sinn seines Vaters, der ihn mit seiner Akribie, seinem Mut und seiner Leidenschaft für Weinberge und Wein am stärksten geprägt hat, viele hoch und reich prämierte Früchte.

Im badischen Malterdingen, am Fuß des Kaiserstuhls, findet sich das namhafte Familiengut. Die hauseigenen Rebflächen belaufen sich auf zirka 26 Hektar. Ihr Ertrag pro Jahr: rund 180.000 Flaschen. Dank diesen renommierten Lagen: „Bienenberg”, „Sommerhalde” und „Schlossberg”. Sämtliche Böden sind durchzogen von Muschelkalk. Der Durchschnittsertrag des Weinguts Bernhard Huber liegt bei 48 Hektoliter je Hektar.

1988 verabschiedet sich Bernhard Huber mit seinen Lagen und unfiltrierten Weinen Schritt für Schritt vom Verbund der Genossenschaft hin zum Selbstvermarkter im Breisgau. Bereits zu Beginn der 90er überzeugt er mit seinem „durchgegorenen Spätburgunder“. Sein Rezept: langes und langsames Gären. Seine Philosophie und typische Anbauweise werden von seiner Frau, seinem Sohn und deren vielköpfigem Gutsteam zwischen Rebstöcken, Weinkellern und Vinotheke gepflegt, geliebt, gelebt und weiterentwickelt. Julians Handschrift unterscheidet sich inzwischen deutlich vom Weinstil, den der Vater in die Flaschen brachte. Noch feingliedriger, noch reduzierter, noch langlebiger, aber auch noch mehr Geduld einfordernd, bis die Weine ihre optimale Trinkreife erreichen. Ein Homepage-Auszug: „Unser Malterdinger Spätburgunder stammt aus Weinbergen, die im Untergrund von verwittertem Muschelkalk geprägt sind und in der oberen Bodenschicht von einer Löss-Lehmauflage gekennzeichnet ist auf der die bis zu 20 Jahren alten Reben wachsen. Entspricht einem ‘VDP. Ortswein’ beziehungsweise ‘Villagewein’.“ Andere Rebstöcke tragen seit mehr als 40 Jahre Trauben erster Güte. Die 700 Jahre alten Weinberge der Zisterziensermönche in Malterdingen verpflichten einerseits zu Tradition und verlocken andererseits zu Innovation.

Zu den Reben: Die Huberschen Weinberge sind zu 70 Prozent mit Spätburgunder sowie den Sorten Chardonnay, Weißburgunder, Grauburgunder, bestockt. Die Weine werden durchwegs trocken ausgebaut und lagern lange auf der Hefe. Und die besten Rotweine reifen bis zu 18 Monate in Barriques. Für Weineinsteiger*innen: in Eichenfässern. Zu den Premiumweinen zählen die verschiedenen Spätburgunder wie „Reserve“ und „Alte Reben“ sowie die Großen Gewächse Malterdinger Bienenberg, Malterdinger Wildenstein und Hecklinger Schlossberg. Eine weitere Spezialität des Hauses ist die Weißwein-Cuvée „Malterdinger“ aus Weißburgunder und Chardonnay. Es werden auch flaschenvergorene Sekte produziert. Sie lagern bis zu sieben Jahre auf der Hefe.

Das Weingut Bernhard Huber ist seit 1995 Mitglied beim VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter) und auch beim „Deutschen Barrique-Forum“.

Copyright, ab 2021: Deutsche Weine & Das Rechtschreib- und Korrekturbüro Die Anti-Fehlerteufel – Autor: Werner Herkert